Blockbohlenhaus

Das Blockbohlenhaus – die Blockbauweise des alten Wohnhauses in Triebes

In unserer Thüringer Region findet man kaum noch den reinen Blockbau. Das ältere Wohnhaus des Winkelmannschen Anwesens wurde in dieser Blockbauweise errichtet und gehört zu den letzten erhaltenen Gebäuden dieser Art. Die klassische Blockbauweise zählt zu den ältesten Techniken, ein Haus zu bauen. Es besteht nur aus Holz, die Wände und auch das Dach. Sowohl die Innen- als auch die Außenwände werden in der Regel ohne Stützen, aus horizontal gelegenen Baumstämmen konstruiert. Um die horizontalen Stoßfugen gegen eindringenden Luftzug und Regen abzudichten, wurden im Laufe der Zeit die Holzbalken mit zusätzlichen Nuten und Federn versehen. Vollblockwände bestehen aus bis zu 19 cm dicken Blockbalken. Die Holzbauweise war zu dieser Zeit in unserer ostthüringer Region typisch, denn der Baustoff Holz war uneingeschränkt vorhanden, hatte gute bautechnische Eigenschaften und ließ sich leicht bearbeiten. Für den Hausbau waren diese Eigenschaften geradezu ideal. Das ältere der beiden Häuser wurde im Jahre 1617 errichtet und diente mindestens bis 1740 als Wohnhaus. Das Fachwerkgebäude wurde 1740 gebaut und diente dann als neues Wohnhaus. So wurde das alte Haus danach kaum verändert und man kann heute noch erkennen, wie man vor 350 Jahren wohnte.skizze

Das eingeschossige Haus hatte eine Trennwand aus Blockbohlen. So wurde der Wohnbereich, wo sich das ganze Leben der Familie abspielte, ein rauchfreier aber beheizbarer Raum. Die Blockbohlen des Hauses wurden von außen mit einer Mischung aus Stroh und Lehm abgedichtet, bei den Fenstern und Türen erkennt man aufgesetzte Kehlen. In der Stube wurde gewohnt, gearbeitet, geschlafen und gegessen. Die Flurküche trennte den Wohnraum vom Stall. In dieser Flurküche befindet sich ein gemauerter Ofen, der zum Kochen und beheizen der Räume diente. Ein angebauter Backofen, der von außen mit Backwerk bestückt wurde, gehörte ebenfalls zu diesem Gebäude. Hier wurden Brot und Mehlspeisen gebacken und gleichzeitig spendete der Ofen Wärme für den Wohnraum. Im Dachfgeschoß wurde Futter und Wintervorrat gelagert, erreichbar war dieser Boden über eine steile Stiege.

 


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